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Verwendung von EMS im Breiten- und Leistungssport

Expertentipps

Heinz Kleinöder Dr. Heinz Kleinöder, Abteilungsleiter Kraftdiagnostik und Bewegungsforschung

Institut für Trainingswissenschaft und Sportinformatik, Deutsche Sporthochschule Köln

Niederfrequente Ganzkörper-EMS (GK-EMS) stellt eine besondere Organisationsform des (Kraft-)-trainings dar, bei der agonistische und antagonistische Muskeln gleichzeitig stimuliert werden. GK-EMS kann mit anderen Trainingsmethoden kombiniert werden, z.B. mit klassischem Stabilisationstraining bzw. mit dynamischen Bewegungsausführungen mit oder ohne Zusatzlasten. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und liegen im Spektrum von Rehabilitation, Breiten- und Hochleistungssport. So liegen wissenschaftliche Studien zum GK-EMS bei herzinsuffizienten Patienten in der Sekundärprävention vor, die eine Verbesserungen hinsichtlich der objektiven Leistungsfähigkeit sowie der Optimierung muskelphysiologischer und metabolischer Parameter aufweisen (Fritzsche et al. 2010).

Im Breitensport kann EMS u.a. zur gezielten Kraftsteigerung eingesetzt werden, da bei dieser Trainingsform keine hohen Gelenkbelastungen auftreten, die Dosierbarkeit stufenlos möglich ist und die Koordination durch dynamische Bewegungsausführungen verbessert wird (vgl. Filipovic 2011).

Im Leistungssport wird niederfrequente GK-EMS in verschiedenen Sportarten meist zur Verbesserung von Maximal- und Schnellkraft, sowie Schnelligkeit und Sprungkraft gewinnbringend eingesetzt (vgl. Babault et al. 2007, Brocherie et al. 2005, Kots et al. 1971, Kreuzer et al. 2006, Maffiuletti et al. 2000, Paillard 2008). Generell weisen wissenschaftliche Studien auf eine adressatengerechte Trainingsgestaltung mit kurzen Trainingszeiten, mittleren Intensitäten und ausreichender Regeneration hin, um positive Trainingseffekte zu erzielen.


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Literatur:

1. Babault, N., Cometti, G., Bernardin, M., Pousson, M. &Chatard, J.-C. (2007). Effects of Electromyostimulation Training on Muscle Strength and Power of Elite Rugby Players. Journal of Strength and Conditioning Research, 21(2), 431-437.
2. Brocherie, F., Babault, N., Cometti, G., Maffiuletti, N., & Chatard, J. C. (2005). Electrostimulation training effects on the physical performance of ice hockey players. Med Sci Sports Exerc, 37(3), 455-460.
3. Fritzsche, D., Fruend, A., Schenk, S., Mellwig, K.-P., Kleinöder, H., Gummert, J., Horstkotte, D. (2010). Elektromyostimulation (EMS) bei kardiologischen Patienten. Herz, 35 (1), 34-40.
4. Filipovic, A., Kleinöder, H., Doermann, U., Mester, J. (2011). Elektromyostimulation – a systematic review of training regimen and stimulation parameters on effevtiveness in EMS training of selected strength parameters. J strength and cond res. (acc.).
5. Filipovic, A., Kleinöder, H., Doermann, U., Mester, J. (2011). Elektromyostimulation – a systematic review of the effects of different EMS methods on selected strength parameters in trained and elite athletes. J strength and cond res. (acc.).
6. Kots, J.M. & Chwilon, W. (1971). Das Muskelkrafttraining mit der Methode der Elektromyostimulation (russ.). In: Adrianowa, G. et al. (1974). Die Anwendung der Elektrostimulation für das Training der Muskelkraft.
7. Kreuzer, S., Kleinoeder, H., & Mester, J. (2006). Effects of whole body electro stimulation training and traditional strength training on various strength and blood parameter in juvenile elite water polo players. In: H. Hoppeler, T. Reilly, E. Tsolakidis, L. Gfeller & S. Klossner (Eds.) (Vol. 11, pp. 264). Cologne:
Sportverlag Strauss.
8. Maffiuletti, N. A., Cometti, G., Amiridis, I. G., Martin, A., Pousson, M., & Chatard, J. C. (2000). The effects of electromyostimulation training and basketball practice on muscle strength and jumping ability. Int J Sports Med, 21 (6), 437-443.
9. Paillard, T. (2008). Combined Application of Neuromuskular Electrical Stimulation and Voluntary Muscular Contractions. Sports Med, 38 (2), 161-177.

Quelle: EMS Betreuungshandbuch ISBN 978-3-938939-41-3

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