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Woher kommt EMS-Training? – Die Entstehung einer neuen Trainingsform

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EMS als Trainingsform ist eine relativ neuartige Erscheinung. Die elektrische Muskelstimulation an sich gibt es jedoch bedeutend länger. Wie sich EMS entwickelt hat, erfahrt ihr bei uns!


Die Elektrizitätsquellen bestimmter Tierarten wurden bereits etwa 200 v. Chr. in Kleinasien als Elektrotherapie genutzt. Erstmals schriftlich erwähnt wurde diese Therapieform durch den römischen Arzt Scribonius Largus, der in seinen Rezepten aus dem Jahr 46 n. Chr. die Behandlung von Kopfschmerzen durch das Auflegen lebender Zitterrochen beschrieb. Mit der Erforschung der Elektrizität wurden im Laufe der Zeit zunehmend Experimente gemacht, ohne die Wirkung von EMS auf den menschlichen Körper näher zu untersuchen.

Herkunft EMS

Die Grundsteine für EMS

Mitte des 18. Jahrhunderts wurden bereits von Physikern wie Kratzenstein, Jallabert und Franklin die Grundsteine für die heutige physikalische Therapie gelegt. Der Meilenstein in Richtung Elektromyostimulation als Trainingsmethode gelang jedoch erst dem italienischen Arzt und Anatomie-Wissenschaftler Luigi Galvani im Jahr 1780. Er konnte in Experimenten mit Froschschenkeln nachweisen, dass Muskelgewebe elektrisch erregbar ist.

Im 19. Jahrhundert entwarfen Forscher wie Faraday und Duchenne mechanische Stromgeneratoren zur Ansteuerung lokaler Muskelbereiche. Diese Geräte gelten heute als Vorbild moderner Elektrostimulation. Nach der Jahrhundertwende wurden dann durch Forscher wie Gildenmeister und Lapique die Grundgesetze der Elektrostimulation aufgestellt. Diese führten Untersuchungen zur Wirkung auf das Nerven- und Muskelsystem durch und legten eine Terminologie zur Elektrostimulation fest.

Erste Kraftzuwächse durch Strom beim Menschen

Im Jahr 1939 fanden Forscher heraus, dass Säugetiere mit künstlicher Stimulation der Skelettmuskulatur höhere Kontraktionskräfte erreichen können als mit Willkürkontraktionen. 1971 wurde dies dann von russischen Wissenschaftlern darauf basierend auch am Menschen festgestellt. Bei ihren Versuchspersonen konnten Maximalkraftzuwächse von 30 bis 40 Prozent erzielt werden.

EMS wurde in den USA und in der damaligen Sowjetunion bereits in den 60er Jahren intensiv im Leistungssport angewandt. Besonders vor den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko gab es Gerüchte über extreme Kraftsteigerungen durch Strom. Dokumentiert ist aus dieser Zeit jedoch nichts, denn es herrschte damals strikte Geheimhaltung, angeordnet von den amerikanischen und sowjetischen Sportfunktionären. Die ersten belastbaren wissenschaftlichen Studien gab es erst Ende der 70er Jahre. Die zuvor berichteten immensen Leistungssteigerungen konnten darin jedoch nicht mehr reproduziert werden.

Parallel dazu fand eine andere Entwicklung statt: Anfang der 60er Jahre entstand der Zweig der Funktionellen Elektrostimulation* (FES) in der Therapie. Auch die therapeutischen Anwendungen in der Schmerztherapie, die schon in der Antike beschrieben wurden, bekamen Mitte der 60er Jahre besonders durch das Entstehen der TENS** (Transkutane Elektrische Nervenstimulation) als spezielle Anwendung innerhalb der EMS-Ströme neuen Zuspruch.

EMS heute

Seit Ende der 90er Jahre werden EMS-Geräte nun auch außerhalb von Therapie und Leistungssport professionell eingesetzt. Das erste EMS-Ganzkörpergerät erschien im Jahr 2003 auf dem Markt. Dieses wurde inzwischen weiterentwickelt, sodass heute ein unkompliziertes System aus Elektrodenwesten und Gurten verwendet wird, wie sie sicher viele von euch regelmäßig selbst anlegen.

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* Bei der FES werden elektrische Impulse an Nervenbahnen geleitet, sodass geschädigte motorische Funktionen wiederhergestellt werden können. So sollen Nerven aktiviert werden, die vom zentralen Nervensystem nicht mehr angesteuert werden.

** TENS-Elektroden werden auf den schmerzenden Stellen platziert, wodurch die Nervenbahnen so beeinflusst werden sollen, dass die Schmerzweiterleitung zum Gehirn verringert oder verhindert wird.

 

Quelle: EMS Beratungs- und Trainingshandbuch, GluckerKolleg

Foto: © hppd / Fotolia.de 

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