Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Klicken Sie auf "OK", um Cookies zu akzeptieren und die Webseite weiterhin zu nutzen. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung. OK

Finde deinen EMS-Anbieter!

Risiko EMS? Wir klären auf!

Gesundheit & Fitness

Lesedauer: ca. 4 Minuten


Du bist an EMS-Training interessiert, stellst dir aber die Frage: Bringt EMS Risiken mit sich?


Viele Menschen bekommen Angst, wenn sie hören, dass beim EMS-Training „Strom” durch den Körper fließt. Das Wort Strom vermittelt tatsächlich einen falschen Eindruck, denn EMS-Training hat bei korrekter Anwendung keinerlei Risiken und ist keineswegs schädlich für den Körper. Dennoch gibt es einige Personengruppen, für die EMS ein Risiko darstellen kann und die deshalb besser darauf verzichten sollten.


In diesem Artikel:


EMS Training Risiken


Was passiert beim EMS-Training?


EMS-Training ist ein Personal Training mit elektrischer Muskelstimulation, das im Fitnessmarkt, in Physiotherapie Praxen und dem Profi-Sport angewendet wird. Das Prinzip der elektrischen Stimulation von Muskeln ist bereits seit mehreren Jahrhunderten bekannt, wurde in der Physiotherapie durch lokale Anwendung weiter entwickelt und existiert seit ca. 2007 als Ganzkörpertraining, wie man es in etwa heute kennt. Der Trainierende trägt dabei eine spezielle Weste und Gurte, die mit Elektroden ausgestattet sind und über die elektrische Impulse an die Muskulatur geleitet werden. Dabei macht sich der Mechanismus das körpereigene Nervensystem zu Nutze.


Anders als bei konventionellen Trainingsformen, wo das Gehirn selbst "bioelektrische" Impulse über die Nerven an die Muskeln sendet und den Befehl zur Kontraktion (Anspannung) gibt, wird dieses Signal extern über das EMS-Gerät gesendet. Der externe Impuls sorgt dabei für die Aktivierung von allen großen Muskelgruppen und der Tiefenmuskulatur. Somit sind Übungen beim EMS-Training wesentlich intensiver und damit extrem effektiv. EMS fördert effizient den Fettabbau sowie den Muskelaufbau und kann Rückenschmerzen erfolgreich lindern.


Niederfrequente Impulse


Bei der elektrischen Muskelstimulation werden elektrische Impulse im niederfrequenten Bereich verwendet, was für den Körper völlig ungefährlich ist. Demnach sind beim EMS-Training durch den fließenden Strom selbst keine Risiken vorhanden, die gesundheitsschädigend sein könnten. Während des Trainings wirst du von professionellen EMS-Trainern betreut, die alle eine Ausbildung und Trainer-Lizenz mitbringen. Viele EMS-Ketten haben eigene Akademien, in denen Sie ihre Trainer selbst ausbilden und schulen. Auf die Sicherheit der Kunden wird seitens der Gerätehersteller und den Anbietern höchster Wert gelegt, damit diese ihr EMS-Training ohne Gefahr und Verletzungen durchführen können.


Risiken beim EMS-Training nur bei Kontraindikationen


Obwohl EMS generell keine Risiken mit sich bringt, sollten bestimmte Personengruppen trotzdem von solch einem Training Abstand halten. Denn bei diesen Kontraindikationen wäre ein EMS-Training mit einem Risiko verbunden.


Dies sind zum einen Menschen mit Herzschrittmachern oder anderen elektrisch aktiven Implantaten. Durch die elektrischen Impulse könnte es zu einer Störung oder dem Aussetzen des Geräts kommen. Auch in der Schwangerschaft muss auf ein Training verzichtet werden, da hier aus ethischen Gründen keinerlei Studien vorliegen. Besser sollten Betroffene bis einige Wochen nach der Entbindung mit dem Training warten, das dann auch unbedenklich zur Rückbildung nach der Schwangerschaft eingesetzt werden kann.

Auch bei akuten Infekten und Erkrankungen musst du unbedingt auf ein Training verzichten. Wer erkältet ist, Fieber oder eine bakterielle Infektion hat, sollte sich den Risiken nicht aussetzen und lieber eine Pause einlegen, um sich ordentlich auszukurieren.


Bei einigen Erkrankungen solltest du auf jeden Fall sicherheitshalber einen Arzt zu Rate ziehen, um sicherzugehen, dass ein Training unbedenklich ist. Hierzu zählen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs- und Tumorerkrankungen, neurologische Erkrankungen, Diabetes oder Epilepsie. Auch Menschen mit Beschwerden bei körperlicher Belastung sollten erst Rücksprache mit ihrem Hausarzt halten.


Natürlich wirst du niemals einfach so an das EMS-Gerät angeschlossen. Deine Trainer*in erkundigt sich stets nach deinem Wohlbefinden und der Tagesform vor der Einheit. Falls du noch nie mit EMS trainiert hast, wird davor ein umfangreiches Anamnese Gespräch geführt, um eventuelle Kontraindikatoren auszuschließen. Viele Anbieter haben mittlerweile Kooperationen mit Fachärzten, um gesundheitliche Fragen schnell und eindeutig abklären zu können. Die persönliche Betreuung ihrer Kunden wird bei unseren Anbietern groß geschrieben!


Creatinkinase und Gefahr für die Nieren?


Wenn von einem möglichen Nierenschaden durch EMS-Training die Rede ist, fällt in der Regel auch der Begriff "CK-Wert". CK steht für Creatinkinase, ein Enzym welches in allen Muskelzellen, im Gehirn und anderem Gewebe vorkommt.


In Kurzform kann man sagen, dass Creatinkinase dafür zuständig ist, die Muskelzellen (insbesondere bei Anstrengung/Sport) mit Energie zu versorgen. Der CK-Wert steigt bei sportlicher Betätigung vorübergehend an, da es beim Training immer zu Mikro-Beschädigungen von Muskelgewebe kommt und die Creatinkinase so in die Blutbahn gelangt. Nun wird der CK-Wert aber auch zur Diagnose von Herzmuskelerkrankungen, Rhabdomyolyse und bei Verdacht auch Herzinfakt betrachtet. Also ist es verständlich, dass Ärzte bei sehr hohen CK-Werten erstmal Alarm schlagen.


Eine besonders hohe Ausschüttung des Enzyms findet auch beim und nach dem EMS-Training statt, da es sich um ein äußerst intensives Ganzkörpertraining handelt, das wesentlich mehr Muskelfasern aktiviert als z.B. das Training mit freien Gewichten. Dementsprechend hoch liegt auch die freigesetzte Creatinkinase. In Studien wurden teilweise Werte beobachtet, die tausendfach über der Normalkonzentration lagen. Die Studien ergaben aber auch, dass hohe CK-Werte, bei der Einhaltung von entsprechenden Regenerationsphasen zwischen Trainingseinheiten kein Problem für den Körper sind.


Der Abbau von Creatinkinase passiert in den Nieren und kann durch ausreichende Flüssigkeitszufuhr unterstützt werden. Bei gesunden Personen ohne vorhandenen Nierenschaden und mit ausreichend Regenerationszeit (mindestens 4 Tage zwischen den EMS-Einheiten) stellt das Workout mit elektrischen Impulsen also kein Problem dar. Unser Tipp in jedem Fall: Viel trinken!


Fazit

Es gilt: Wer gesund ist und Sport treiben kann, kann auch ohne Risiken ein EMS-Training durchführen!


Finde deinen passenden EMS-Anbieter in der Nähe


ACHTUNG: Bei gesundheitlichen Einschränkungen ist zuerst die Freigabe eines Arztes einzuholen. Das Training sollte außerdem nur unter Anleitung von ausgebildetem Fachpersonal durchgeführt werden.



©2020 Redaktion EMS-TRAINING.DE


Bewerte diesen Magazinartikel:

Das könnte dich auch interessieren

Ganzkörpertraining ist ein effektiver Weg den Körper zu stärken und die Gesundheit zu verbessern. EMS bietet eine zeitsparende Variante dieses Trainings.

weiterlesen

Wie du Verspannungen mit einem EMS-Gerät lockern und vorbeugen kannst, und wann du darauf verzichten solltest, liest du in diesem Artikel.

weiterlesen

Ist EMS-Training bei Arthrose ein Problem? Diese Frage betrifft fast 5 Millionen Menschen in Deutschland. Wir haben die Antwort.

weiterlesen

Straffe und definierte Arme – davon träumen Männer UND Frauen. Mit gezieltem EMS-Training kann schnell und effektiv trainiert werden. Infos dazu findest du hier.

weiterlesen

Das Bindegewebe ist wichtig zur Formgebung und Formerhaltung. Mit EMS-Training kann man es stärken und straffen - und z.B. Cellulite bekämpfen!

weiterlesen

Mit EMS-Training kann zur Prävention aber auch nach einem Kreuzbandriss erfolgreich trainiert werden und die Rehabilitation positiv beeinflussen.

weiterlesen