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EMS-Training im Alter

Gesundheit & Fitness

Zu den häufigsten Unfällen in Deutschland gehören Stürze. Davon sind besonders ältere Menschen betroffen. Mehr als 30 Prozent der über 65-jährigen stürzen mindestens einmal im Jahr, bei den über 80-jährigen sind es bereits 50 Prozent. Dazu kommt, dass mit steigendem Alter auch die Folgen von Stürzen schwerer werden. Älteren Menschen fehlt es oft an Schnellkraft, um den Sturz mit einer schnellen Positionierung des Beins abfangen zu können und so ein Hinfallen zu vermeiden. Laut Experten büßen wir zwischen dem 30. und 80. Lebensjahr etwa 20 bis 50 Prozent unserer Kraftleistung ein. Für Senioren ist dies ein Problem, denn bei ihnen spielt Kraft im täglichen Leben eine wichtige Rolle, etwa beim Aufstehen vom Stuhl, Treppensteigen, Heben von Gegenständen oder eben beim Abfangen von Stürzen. Gerade für ältere Menschen empfiehlt sich daher ein Ganzkörpertraining, um Kraft aufzubauen und einer Sarkopenie, also dem Muskelabbau im Alter, entgegenzuwirken.

Wir möchten euch heute erklären, ob ein EMS-Training für Senioren infrage kommt und was dabei beachtet werden muss.

EMS-Training für Senioren

Wer rastet, der rostet

Älteren Menschen mangelt es häufig an Bewegung, weshalb bei ihnen der Körperfettanteil zunimmt und die Muskelmasse abbaut. Wenn Muskeln, Gelenke und Knochen nicht gebraucht werden, verkümmern sie. Mit einem regelmäßigen Krafttraining können Senioren ihren alterstypischen Beschwerden entgegenwirken. Gerade Krafttraining ist im Alter von besonderer Bedeutung, denn mit jedem Jahr ohne genügend Kraftreize kommt es zu einer Verringerung der Knochendichte um ein Prozent im Jahr.

Jedoch sind ältere Menschen in ihren Bewegungen eingeschränkt und können natürlich keine sportlichen Höchstleistungen mehr bringen. Die für langfristige Erfolge nötigen Intensitäten können nur selten überschritten werden, weshalb es oftmals nach anfänglichen Erfolgen zu einer Stagnation kommt. Ein klassisches Krafttraining mit Gewichten ist daher bei Senioren nur teilweise oder gar nicht möglich, denn dabei sind die Gelenk- sowie Herz-Kreislauf-Belastungen zu hoch.

EMS-Training für Senioren

Die Lösung lautet EMS! Beim Training mit elektrischen Impulsen ist die orthopädische Belastung gering. Gleichzeitig wird der Stoffwechsel angeregt, denn es werden alle großen Muskelgruppen zeitgleich trainiert. EMS spricht effektiv die großen, schnellkräftigen Muskelfasern an, die mit anderen Trainingsarten nur schwer erreicht werden.

Neuere Studien mit Männern zwischen 65 und 75 Jahren zeigen, dass Senioren mit EMS-Training alterstypischen Erscheinungen wie dem Muskelabbau entgegenwirken können. Es konnten außerdem Körperfett und Gewicht reduziert sowie Muskelmasse aufgebaut werden, was alles entscheidende Faktoren für Senioren sind, ihre Unabhängigkeit im Alter zu behalten und beispielsweise Stürzen vorzubeugen.  

Körperlich aktiv zu sein kann das Altern der Organsysteme zwar nicht verhindern, jedoch verlangsamen. Durch regelmäßiges Krafttraining im Alter bleibt der Körper auf einem deutlich höheren Niveau seiner Leistungs- und Funktionsfähigkeit und viele Alterserscheinungen können vermieden oder zumindest abgeschwächt werden.

 

Gibt es eine Altersgrenze für Senioren beim EMS-Training?

Senioren können bis ins hohe Alter trainieren, so gibt es grundsätzlich keine Altersbeschränkung beim Seniorensport. Aufgrund ihrer physischen Verfassung benötigen ältere Menschen eventuell eine längere Regenerationszeit oder sind teilweise körperlich eingeschränkt. Es kommt aber auch stark auf den individuellen Leistungs- und Trainingsstand der Person an, denn jeder Mensch ist in einem gewissen Alter in einer anderen körperlichen  Verfassung.

Kraft kann jedoch in jedem Alter trainiert werden. Aktuelle trainingswissenschaftliche Erkenntnisse belegen, dass auch bei über 90-jährigen Personen beim regelmäßigen Krafttraining mit auf ihr Alter angepassten Intensitäten noch gute Ergebnisse erzielt werden können. So besteht auch keine Altersgrenze für EMS-Training bei Senioren! Jedoch sollte vor dem Training ein Arzt zu Rate gezogen und ein gründlicher Check-up gemacht werden.

Fazit: EMS-Training bis ins hohe Alter

Sportliche Betätigung ist für ältere Menschen wichtig, denn ohne Bewegung rosten Muskeln und Gelenke ein. Alterstypischen Erscheinungen wie dem Muskelabbau und dem Fettaufbau lässt sich mit EMS-Training im Alter effektiv entgegenwirken. Eine Altersgrenze für Seniorensport gibt es nicht – wer sich fit fühlt und auch im hohen Alter etwas für seine Gesundheit und sein Wohlbefinden tun möchte, kann ohne Probleme ein EMS-Training durchführen. Die Muskulatur älterer Menschen wird so ideal auf die alltäglichen Anforderungen vorbereitet.

WICHTIG:

Es kommt vor, dass Senioren Herzschrittmacher tragen. In diesem Fall darf auf keinen Fall an einem EMS-Training teilgenommen werden! Weitere Personengruppen, die auf EMS verzichten sollten, findest du in unserem Artikel über die Risiken von EMS-Training.  

 

Erfahrungen von Willy (82 J.) und Irene (90 J.) beim EMS-Training

Willy und Irene sind zwei Senioren, die regelmäßig im EMS-Werk in Berlin trainieren. Sie sind begeistert von dem Training mit elektrischer Muskelstimulation, denn ihre altersbedingten Beschwerden sind seitdem viel besser geworden. Lies hier ihre Erfahrungen mit EMS!

 

Willy R., 82 Jahre:

Eines Morgens, etwa vor vier Jahren, konnte ich meinen Arm plötzlich nicht mehr heben.
Während Hand und Ellbogengelenk wie seit 78 Jahren munter funktionierten, streikte das Schultergelenk.
Naja, dachte ich, ein weiteres Zipperlein:
Nach Brille, Hörgerät, quietschendem Kniegelenk, so geht’s halt, wenn der Mensch nicht rechtzeitig stirbt.
Aus Neugier ging ich doch nach einem halben Jahr zur Hausärztin.
Die fand auch keine Ursache und schickte mich, wie so oft bei Kassenpatienten, zur Physiotherapie.
Der Erfolg? Null, was mich nicht überraschte, denn es leuchtet ein, dass sich der menschliche Körper durch jahrzehntelangen Gebrauch und Missbrauch abnutzt.
Als sich bei mir um die Ecke vor knapp 2 Jahren eine Einrichtung namens „EMS-Werk“ einnistete, studierte ich deren Angebot.
Ich buchte mir ein Probetraining, weil ich wegen meines knirschenden Kniegelenks alle
Gymnastikübungen aufgeben musste, aber nicht alle Muskeln verkümmern lassen wollte. Es hat mir sehr gut gefallen und Spaß gemacht.
Ich meldete mich an und ließ mich mit Strom behandeln, 20 Minuten pro Woche.
Nach 4 oder 5 Besuchen im „EMS-Werk“ habe ich einmal aus Versehen den „falschen“ Arm benutzt, um ein Handtuch aus dem Wäscheschrank zu nehmen.
Überrascht hielt ich es in meiner linken Hand.
Seit schon über einem Jahr funktionieren beide Schultergelenke ohne Unterschied.
Da ich nicht an Wunder glaube, bin ich davon überzeugt, dass das Training mit dem Strom meinen schlafenden Arm geheilt hat.


Irene T., 90 Jahre:

Meine EMS-Trainingsstunde – 1x die Woche, 20 Minuten – verschafft mir jedes Mal ein schönes Erlebnis. Ich spüre, wie mein ganzer Körper besser durchblutet wird.
Der Nacken wird freier, plötzlich spüre ich meine Hände und Füße, den Rücken und ich werde munterer.
Ich lebe und denke frischer, positiver.
Mein Gang ist aufrechter, ich nehme meine Umwelt besser wahr.
Natürlich bin ich geistlich mit vielen Jahren gesegnet, aber alles geht besser.
Ich habe meinen kleinen „EMS-Laden“ in der Voigtstraße richtig gern.
Schon von Weitem sehe ich die lustigen EMS-Fahnen wehen.
Beim Eintreten strömt mir fröhliche, rockige Musik entgegen.
Nette junge Leute, die Trainer, nehmen mich in Empfang.
Dann ist es soweit: der leichte Reizstrom wird eingeschaltet, das Training beginnt.
Der junge Trainer neben mir dosiert es so, dass es genau zu mir passt.

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Foto: © gmstockstudio / Adobe Stock

Quelle: miha bodytec

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