ems-training.de veröffentlicht die Marktstudie „EMS-Training 2026 – Daten. Trends. Perspektiven.“. Die Studie analysiert den deutschen Ganzkörper-EMS-Markt anhand aktueller Marktdaten, einer eigenen Endkundenbefragung und wissenschaftlicher Einordnung.
Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Rolle professionell betreutes Ganzkörper-EMS-Training künftig im Fitness- und Gesundheitsmarkt einnehmen kann – insbesondere mit Blick auf Muskelgesundheit, Rücken, Prävention, Zeitmangel, persönliche Betreuung und gesundes Älterwerden.
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Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick
Die Marktstudie zeigt sechs zentrale Entwicklungen.
1. EMS ist etabliert
Ganzkörper-EMS hat sich in Deutschland von einem erklärungsbedürftigen Nischenangebot zu einem sichtbaren Segment im Fitness- und Gesundheitsmarkt entwickelt. Der Markt ist durch regulatorische Vorgaben, Fachkundeanforderungen und Qualitätsstandards deutlich gereift und stärker professionalisiert.
2. Der gewerbliche Markt konsolidiert sich
Nach mehreren Wachstumsjahren zeigt sich bei reinen EMS-Studios seit 2023 eine Konsolidierung. Für 2025 weisen die Eckdaten 1.269 reine EMS-Studios und rund 180.000 Mitglieder aus. Nach Jahren des Wachstums geht es heute stärker um Qualität, Positionierung, wirtschaftliche Stabilität und klare Differenzierung.
3. EMS erreicht besonders Zielgruppen ab 40
Die Altersstruktur unterscheidet sich deutlich von vielen Fitness-Ketten und Smart-Gym-Konzepten. In reinen EMS-Studios sind rund 74 Prozent der Mitglieder 40 Jahre oder älter, rund 60 Prozent liegen zwischen 40 und 60 Jahren. EMS spricht damit stark Zielgruppen an, für die Muskelgesundheit, Rückengesundheit, Prävention, persönliche Anleitung und zeiteffizientes Training zunehmend relevant werden.
4. Endkunden nutzen EMS langfristig und regelmäßig
Die Endkundenbefragung von EMS-Training.de zeigt eine hohe Bindung unter aktiven EMS-Trainierenden. 86,8 Prozent der aktuell aktiven Befragten trainieren bereits seit mehr als drei Jahren mit EMS. 95,8 Prozent nehmen ihre Termine sehr regelmäßig oder überwiegend regelmäßig wahr. Das spricht für die Stärke des betreuten und verbindlichen Trainingsformats.
5. Der belastbare Kern liegt im Muskeltraining
Die wissenschaftliche Studienlage zu Ganzkörper-EMS ist in den vergangenen Jahren deutlich breiter geworden. Der belastbare Kern liegt im betreuten Muskeltraining: Kraft, Muskelmasse, funktionelle Leistungsfähigkeit, Trainingskonstanz und Sicherheit bei professioneller Anwendung.
6. Qualität entscheidet über die weitere Marktentwicklung
Fachkunde, sichere Anwendung, realistische Kommunikation und Vertrauen werden zum Zukunftsfaktor. Professionelles EMS-Training positioniert sich nicht über das Gerät allein, sondern über Betreuung, Sicherheit, kontrollierte Trainingssteuerung und nachvollziehbaren Nutzen.
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Marktdaten: Vom Wachstum zur Professionalisierung
Die Marktbetrachtung basiert auf den „Eckdaten der deutschen Fitnesswirtschaft“ von DSSV, Deloitte und der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement. Besonders relevant ist die mehrjährige Datenreihe zu reinen EMS-Studios, Mitgliedern, Umsatz, Monatsbeiträgen und Strukturkennzahlen.
Die Daten bilden den klar definierten Kernmarkt ab: reine EMS-Studios, deren Angebot auf EMS-Training ausgerichtet ist. Der tatsächliche EMS-Markt ist größer, da Ganzkörper-EMS-Training in Deutschland auch im Personal Training, in Fitness- und Gesundheitsanlagen, in Shop-in-Shop-Konzepten, im betrieblichen Gesundheitsmanagement sowie in medizinischen oder therapeutischen Einrichtungen angeboten wird.
Nach einem Wachstum bis 2022 befindet sich der Markt seit 2023 in einer Konsolidierungsphase. Die Zahl reiner EMS-Studios ging von 1.434 im Jahr 2022 auf 1.269 im Jahr 2025 zurück.
Diese Entwicklung zeigt, dass der EMS-Markt reifer wird. Nach der frühen Wachstumsphase gewinnen Qualität, Fachkunde, Betreuung und klare Positionierung an Bedeutung. Professionelles EMS-Training wird heute stärker über sichere Anwendung, nachvollziehbare Trainingssteuerung und konkreten Nutzen für Trainierende definiert.
Zielgruppe 40+: Warum EMS anders funktioniert als klassische Fitnessangebote
Der Fitnessmarkt wächst stark über Ketten, Smart-Gym-Konzepte und jüngere Zielgruppen. EMS folgt einer anderen Marktlogik. In reinen EMS-Studios ist die Altersstruktur deutlich älter: Rund 74 Prozent der EMS-Mitglieder sind 40 Jahre oder älter.
Das ist besonders relevant, da mit zunehmendem Alter Muskelmasse, Kraft, Stabilität, Rückengesundheit, Prävention und körperliche Leistungsfähigkeit im Alltag an Bedeutung gewinnen. EMS kann hier eine Lücke schließen: für Personen, die etwas für Muskulatur, Rücken, Gesundheit und Lebensqualität tun möchten – aber klassische Fitnessangebote nicht dauerhaft nutzen oder einen stärker betreuten Zugang suchen.
Endkundenbefragung: Wer trainiert EMS – und warum?
Ein besonderer Bestandteil der Marktstudie ist die Endkundenbefragung von ems-training.de. Befragt wurden Personen mit konkreter EMS-Erfahrung, die zwischen 2015 und 2025 über ems-training.de einen EMS-Anbieter bewertet hatten.

Datengrundlage: 36.706 angeschriebene Kontakte, 497 auswertbare Antworten, davon 378 aktuell aktive EMS-Trainierende und 119 derzeit nicht aktive Befragte. Die Befragung ist nicht bevölkerungsrepräsentativ, zeigt aber die Perspektive von Personen mit konkreter EMS-Erfahrung.
Die Befragtenstruktur zeigt einen klaren Schwerpunkt ab 45 Jahren. 84,9 Prozent der Befragten sind 45 Jahre oder älter, 60,5 Prozent sind zwischen 45 und 64 Jahre alt. Häufig genannte Motive sind Muskelaufbau, Rücken, allgemeine Fitness und Lebensqualität im Alter.
Bei den aktiven EMS-Trainierenden steht Muskelaufbau mit 65,9 Prozent an erster Stelle. Ebenfalls stark genannt werden Linderung von Rückenschmerzen beziehungsweise Rückenstärkung mit 44,7 Prozent, Lebensqualität im Alter mit 36,8 Prozent und Verbesserung der allgemeinen Fitness mit 36,2 Prozent.
Zeitersparnis, Betreuung und verbindliche Termine
Die größten Vorteile von EMS liegen aus Sicht aktiver Trainierender nicht allein in der Technologie.
Besonders stark genannt werden:
- geringer Zeitaufwand: 82,8 Prozent
- persönliche Betreuung: 57,7 Prozent
- Ganzkörpertraining: 44,7 Prozent
- verbindliche Termine: 34,4 Prozent
Die Ergebnisse zeigen: Der Nutzen von EMS liegt für viele aktive Trainierende nicht allein in der Technologie, sondern im betreuten Format. Kurze Einheiten, feste Termine und persönliche Anleitung schaffen Struktur und Verbindlichkeit – und können helfen, Muskeltraining dauerhaft im Alltag zu verankern.
Sicherheit und Betreuung: kein Selbstbedienungsangebot
Ganzkörper-EMS kann in kurzer Zeit einen intensiven Muskelreiz setzen. Genau deshalb braucht die Methode fachkundige Anwendung. Professionelles EMS-Training beginnt mit Gesundheitsabfrage beziehungsweise Anamnese, individueller Intensitätssteuerung, enger Betreuung und ausreichender Regeneration.
Die Marktstudie ordnet EMS deshalb klar als betreutes Trainingsformat ein. Sicherheit entsteht nicht durch das Gerät allein, sondern durch qualifiziertes Personal, kontrollierte Belastungssteuerung und verantwortungsvolle Trainingsplanung.
Das ist auch mit Blick auf EMS-Geräte oder EMS-Anzüge für zuhause relevant. Unbetreutes Ganzkörper-EMS entspricht weder der Logik professioneller Anwendung noch den aktuellen sicherheitsrelevanten Empfehlungen. Seriös einzuordnen ist EMS-Training nur dann, wenn es professionell angeleitet, individuell gesteuert und kontrolliert durchgeführt wird.
Wissenschaft: Der tragfähige Kern liegt im Muskeltraining
Die wissenschaftliche Studienlage zu Ganzkörper-EMS ist in den vergangenen Jahren deutlich breiter geworden. Eine aktuelle systematische Übersichtsarbeit von Kemmler et al. betrachtet Sicherheit, Attraktivität und Trainingskonstanz von Ganzkörper-EMS in nicht-athletischen Zielgruppen. Die Auswertung umfasst 58 Studien mit über 2.000 Teilnehmenden.
Die wissenschaftliche Einordnung spricht vor allem für Ganzkörper-EMS als zeiteffizientes, kraftorientiertes Training. Besonders relevant sind Muskelkraft, Muskelmasse, funktionelle Parameter, Sicherheit bei professioneller Anwendung und Trainingskonstanz.
Für den Markt ist vor allem ein Punkt entscheidend: Der Nutzen entsteht nicht durch ein einmaliges Ausprobieren, sondern durch regelmäßiges Training. Genau hier kann EMS eine Stärke haben – kurze Einheiten, feste Termine, persönliche Betreuung und klare Struktur.
Ausblick: EMS-Training neu denken
EMS sollte realistisch eingeordnet werden: nicht als kurzfristiger Fitnesstrend, aber auch nicht als Allheilmittel. EMS ist mehr als ein zeitsparendes Fitnessangebot, aber kein Ersatz für Medizin. Die belastbare Zukunft liegt in einem professionell betreuten, muskulär relevanten und gesundheitlich nachvollziehbaren Trainingsformat.
Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels kann EMS den Fitness- und Gesundheitsmarkt dort ergänzen, wo klassische Fitnessangebote nicht dauerhaft passen und Zielgruppen einen stärker betreuten, verbindlichen Zugang zu Muskeltraining suchen: bei wenig Zeit, bei nachlassender Kraft, bei Rückenthemen, bei Präventionsinteresse und beim Wunsch, körperlich leistungsfähig zu bleiben.
Anders als viele kurzfristige Fitnesstrends ist Ganzkörper-EMS wissenschaftlich untersucht und im gewerblichen Markt klarer gerahmt: Medizinproduktevorgaben betreffen die Gerätesicherheit, die NiSV stellt Anforderungen an Fachkunde und sichere Anwendung, und die DIN 33961-5 beschreibt Qualitätsanforderungen an EMS-Training im Studiokontext. Damit ist professionelles EMS-Training kein beliebiges Technikangebot, sondern ein betreuungsintensives Trainingsformat mit hohen Anforderungen an Anwendung, Steuerung und Qualität.
Entscheidend ist daher nicht, ob EMS kurzfristig Aufmerksamkeit erzeugt. Entscheidend ist, ob EMS als glaubwürdiger Zugang zu regelmäßigem Muskeltraining verstanden wird – mit Qualität, Fachkunde, Sicherheit, persönlicher Betreuung und klarem Nutzen für Trainierende.
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Die hier genannten Zahlen sind nur ein Ausschnitt. Die vollständige Marktstudie enthält alle Daten, Grafiken und Einordnungen zu Marktentwicklung, Zielgruppen, Nutzung, Sicherheit, Wissenschaft und Zukunftsperspektiven.
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Bildmaterial und Grafiken zur Marktstudie
Zur Marktstudie stellt EMS-Training.de ergänzendes Bildmaterial und ausgewählte Grafiken bereit. Diese können für redaktionelle Berichterstattung, Social Media, Anbieterkommunikation und die Einordnung des EMS-Marktes genutzt werden.
Das Material umfasst unter anderem Grafiken zur Marktentwicklung, zu Zielgruppen und Nutzungsmotiven im EMS-Markt, Ergebnisse der Endkundenbefragung sowie Bildmaterial rund um professionell betreutes Ganzkörper-EMS-Training.
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Quellen & wissenschaftliche Grundlagen
DSSV, Deloitte, DHfPG:
Eckdaten der deutschen Fitnesswirtschaft 2018–2026. Jährliche Marktstudien zur deutschen Fitness- und Gesundheitsbranche. Herausgegeben vom DSSV e. V. in Zusammenarbeit mit Deloitte und der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement. Grundlage für die mehrjährige EMS-Marktentwicklung, die Definition reiner EMS-Studios und die Darstellung von Anlagen, Mitgliedern, Umsatz und Beiträgen.
DSSV, Deloitte, DHfPG:
Eckdaten der deutschen Fitnesswirtschaft 2026. Stichtag: 31.12.2025. Stand: März 2026. Grundlage für die aktuellen EMS-Zahlen 2025 sowie die Einordnung der Fitness- und Gesundheitsbranche als zentrale Marktstudie.
DSSV, Deloitte, DHfPG:
Eckdaten der deutschen Fitnesswirtschaft 2026 – Detailauswertung EMS-Altersstruktur. Auf Anfrage bereitgestellte Auswertung aus den Eckdaten 2026. Stichtag: 31.12.2025. Verwendung mit freundlicher Genehmigung.
Kemmler W, von Stengel S, Uder M.
Safety, Adherence and Attractiveness of Whole-Body Electromyostimulation in Non-Athletic Cohorts. A Systematic Review. Studia Sportiva. 2025;19(1):137–163. doi:10.5817/StS2025-1-10.
Kemmler W, Fröhlich M, Ludwig O, Eifler C, von Stengel S, Willert S, Teschler M, Weissenfels A, Kleinöder H, Micke F, Wirtz N, Zinner C, Filipovic A, Wegener B, Berger J, Evangelista A, D’Ottavio S, Sara JDS, Lerman A, Perez de Arrilucea Le Floc’h UA, Carle-Calo A, Guitierrez A, Amaro-Gahete FJ. Position statement and updated international guideline for safe and effective whole-body electromyostimulation training – the need for common sense in WB-EMS application. Frontiers in Physiology. 2023;14:1174103. doi:10.3389/fphys.2023.1174103.
NiSV: Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen
MPDG: Gesetz zur Durchführung unionsrechtlicher Vorschriften betreffend Medizinprodukte (Medizinprodukterecht-Durchführungsgesetz)
MPBetreibV: Verordnung über das Betreiben und Benutzen von Medizinprodukten (Medizinprodukte-Betreiberverordnung)
DIN 33961-5:2023-09: Fitness-Studio - Anforderungen an Studioausstattung und -betrieb - Teil 5: Elektromyostimulationstraining (EMS-Training)
