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TÜV für EMS-Studios – Feedback aus der Praxis (Teil 1)

Beruf & Ausbildung

Schon viele Jahre sind die Experten von TÜV Rheinland in der Fitnessbranche aktiv. Ihr breit gefächertes Know-how steht seit November 2016 auch dem EMS-Markt zur Verfügung. Der TÜV-Zertifizierung für das EMS-Training liegt eine ganzheitliche Betrachtungsweise zu Grunde. Sie sichert einen hohen, einheitlichen Qualitätsstandard, der auch für Endverbraucher transparent ist.

EMS TÜV

Die EMS-Branche hat die Vorteile und Notwendigkeit dieses Qualitätsstandards erkannt und prompt reagiert. Hier gibt es Resonanz von EMS-Anbietern, die ihre Studios vom TÜV zertifiziert haben lassen*:

go!ORANGE – Frank Henkel

Frank Henkel go!ORANGE
Wie viele Studios betreut ihr insgesamt?

Wir haben vier Studios – drei in Solingen und eins in Wuppertal.

Wie viele Studios haben sich bereits durch den TÜV zertifizieren lassen?

Alle vier.

Warum habt ihr euch dafür entschieden?

In Solingen waren wir die Ersten, die EMS angeboten haben, und mussten entsprechend viel Aufklärungsarbeit leisten. Das heißt vor allem, mit Interessierten sprechen, die noch keinerlei Erfahrungen mit EMS hatten. Es fallen dann üblicherweise Fragen wie: Da läuft Strom durch den Körper – tut das nicht weh? Wir haben schnell verstanden, dass es von zentraler Bedeutung ist, das Thema Sicherheit zu kommunizieren und diese eben auch nachzuweisen. 
Wir haben insgesamt den Eindruck, dass auf dem deutschen Markt mittlerweile viele EMS-Konzepte unterwegs sind, die sich stark im Qualitätsanspruch unterscheiden. Unser Weg war es von Anfang an, für ein hoch-qualitatives Angebot zu stehen, bei dem die Themen geprüfte Sicherheit, solide Ausbildung und zuverlässige Hygiene im Mittelpunkt stehen. Die Zertifizierung des TÜV Rheinland gibt uns dazu die Möglichkeit, unser Qualitätsniveau eben auch dokumentieren zu können.


Wie lief die Zertifizierung ab?

Die ersten drei Studios wurden ‚in einem Rutsch‘ zertifiziert. Das vierte Studio, das in diesem Zeitraum erst entstanden ist, folgte vier Wochen später. Die Vorbereitung verlief aus unserer Sicht unkompliziert. Putz- und Hygienepläne wurden gemeinsam entwickelt und Anamnesebögen, Verträge und AGBs wurden gecheckt. Besonderer Wert wurde darauf gelegt, dass alle Trainer einen aktuellen Erste-Hilfe-Schein haben sowie das offizielle EMS-Ausbildungszertifikat vom GluckerKolleg besitzen. 

Als erste Studiokette in Deutschland, die sich durch den TÜV hat zertifizieren lassen, hatten wir durchaus Gelegenheit, einige Prozesse gemeinsam zu erarbeiten. Ich denke, dass auch der TÜV dabei einiges über die besonderen Erfordernisse eines EMS-Studios dazugelernt hat. (In einem Fitnessstudio, durch das pro Tag mehrere hundert Leute laufen, gibt es z. B. einen ganz anderen Reinigungsbedarf als in einem EMS-Mikro-Studio, in dem pro Stunde maximal vier Kunden zu Gast sind.) Die Zusammenarbeit war im Rahmen der Zertifizierung also durchaus wechselseitig.

Besonders punkten konnten wir mit dem Anspruch unserer Anamnese im ersten Probetraining: Hier steht unseren EMS-Trainern im Bedarfsfall der Sportmediziner und Chirurg Dr. Robert Weindl bei Grenzfällen zur Verfügung, z. B. wenn kritische Krankheitsbilder bei Kunden auftreten, die sich außerhalb der üblichen Kontraindikatoren bewegen.


Kundenfeedback

Das TÜV-Siegel hängt in unseren Filialen am Eingang – und das kommt bei unseren Kunden extrem gut an.


Zur weiteren Planung?

Bisher waren alle unsere Studios selbstgeführte Filialen. Dabei war es von vornherein unser Plan, das go!ORANGE-Konzept auch an Lizenzpartner anzubieten! 
Die eigenen Filialen dienen dabei als Test-Studios für potenzielle Partner. Die TÜV-Zertifizierung ist also ein festes Qualitätsmerkmal unseres zukünftigen Lizenzkonzeptes. Für uns gilt: Eine go!ORANGE-Lizenz gibt es nur mit TÜV-Zertifikat!


fitbox – Dr. Björn Schultheiss


Wie viele Studios betreut ihr insgesamt?

Wir haben 31 Standorte in Deutschland, Österreich und Russland. Davon fünf Eigenbetriebe und 25 Franchisebetriebe.


Wie viele Studios haben sich bereits durch den TÜV zertifizieren lassen?

Wir stecken momentan in den Vorbereitungen auf die Zertifizierung unserer 5 Eigenbetriebe in München und Berlin.


Warum habt ihr euch für das TÜV-Zertifikat entschieden? 
fitbox Björn Schultheiss

Wir glauben, dass die Zertifizierung sowohl für unsere strategische Entwicklung auf innerbetrieblicher Seite als auch für die Außenwirkung an Bedeutung gar nicht hoch genug einzuschätzen ist. Nach innen gerichtet schaffen wir bewusst eine Drucksituation, in der wir unsere gesamten Prozesse und Vorgehensweisen durch externe Qualitätsprofis in Frage stellen lassen. Wir wollen wissen: Wie gut sind wir? Und wo können wir uns verbessern? Entspricht unsere Dienstleistung den Anforderungen dieser Auditierung und damit dem hohen Niveau auch der aller anspruchsvollsten Kunden? 

Nach außen sendet die TÜV-Zertifizierung ein glasklares Signal. Jeder potenzielle EMS-Trainierende wird sich während der Kaufentscheidung die Frage stellen: Wo bekomme ich wirklich eine hochqualitative Dienstleistung geboten? Das Zertifikat zeigt deutlich: Die Qualität der Dienstleistung ist durch ein unabhängiges und angesehenes Institut geprüft.


Wie lief die Zertifizierung ab?

Die Vorbereitungen sind durchaus mit Investitionen verbunden – und damit meine ich nicht nur die Kosten der Zertifizierung selbst, sondern auch zusätzliche Schulungen der Mitarbeiter oder die Anschaffung neuer Erste-Hilfe-Utensilien sowie viele konzeptionelle Neuentwicklungen, die eben Zeit kosten. Wir merken in diesem Zusammenhang auch, dass die fitbox-Philosophie durch diesen Vorgang auf das nächste Level gebracht wird. Man kann sich das etwa wie in der Schule vorstellen: Dort fängst du eben erst so richtig an zu lernen, wenn eine Klausur ansteht.


Kundenfeedback?

Da wir noch kein Zertifikat haben, gibt es natürlich noch kein Feedback – aber es gibt durchaus Kunden, die uns bereits auf das TÜV-Zertifikat angesprochen haben. Die kennen es von klassischen Fitnessstudios und natürlich aus der Produktwelt.


Zur weiteren Planung

Nun ja, wir gehen jetzt mit unseren Eigenbetrieben mit gutem Vorbild voran. Wir glauben nicht daran, dass wir es von unseren Franchisepartnern verlangen können, ohne dass wir uns selbst haben zertifizieren lassen. Also, erst einmal machen wir es selbst und sprechen dann eine Empfehlung an unsere Partnerbetriebe aus. Wir sind überzeugt, dass wir mit dieser Strategie alle Fitboxen mit an Bord bekommen.


EMS-Lounge – Benedikt Waldner

Benedikt Waldner EMS-Lounge
Wie viele Studios betreut ihr insgesamt?

33 Studios.


Wie viele Studios haben sich bereits durch den TÜV zertifizieren lassen?

Eins von unseren Studios ist bereits vom TÜV zertifiziert worden, die übrigen sind in der Vorbereitung


Warum habt ihr euch dafür entschieden?

Bei uns stand ganz klar die Überlegung im Vordergrund, dass das Zertifikat eine dringend benötigte Möglichkeit liefert, uns in Sachen Qualität deutlicher von der Konkurrenz abzuheben.


Wie lief die Zertifizierung ab?

Bei der ersten Zertifizierung haben wir schon etwas Energie aufwenden müssen, um zu gewährleisten, dass unser Studio auch wirklich allen Kriterien der TÜV-Zertifizierung gerecht wird. Das gilt vor allem für die Details: Sind die Räumlichkeiten nicht nur sauber, sondern auch angemessen ausgeleuchtet? Sind Fluchtwege vorhanden? Wo muss z. B. ein Defibrillator angebracht sein? Liegen von allen Mitarbeitern Ausbildungszertifikate vor? Müssen diese im Original oder als Kopie vorliegen? Am Termin des Besuchs der TÜV-Mitarbeiter ist schließlich alles gut gegangen und wir haben das Zertifikat erhalten – es genügt übrigens eine Kopie der Zertifikate.


Kundenfeedback

Die TÜV-Zertifizierung erweist sich im Umgang mit Neukunden und Interessierten als wertvolle Referenz – z. B. beim Probetraining. Der TÜV ist eben in Deutschland eine geläufige Instanz, mit der jeder unmittelbar etwas anfangen kann. Für unsere Kunden kommen Mitbewerber, die nicht zertifiziert sind, meist nicht mehr in Frage. Vor allem in den Kundengesprächen gibt es also einen merklichen Unterschied, selbst wenn sich die bestehende Qualität unserer Dienstleitung nicht verändert hat. Aber durch das Zertifikat wurde sie eben offiziell nachgewiesen.


Zur weiteren Planung

Wie gesagt, bereitete die erste Zertifizierung schon etwas Mühe. Jedoch: Die Prüfung unserer Lizenzpartner können wir nun viel besser vorbereiten. Auf Grundlage unserer Erfahrung mit dem TÜV konnten wir Checklisten und FAQs erstellen, die unsere Partner nur durchgehen müssen. Die TÜV-Standards gehen also in unsere Marke ein – und die Prüfung selbst ist dann nur noch eine Formalität.



*Die Interviews sind 2017 durchgeführt worden.

Quelle: newsystems.online

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