Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Klicken Sie auf "OK", um Cookies zu akzeptieren und die Webseite weiterhin zu nutzen. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung. OK

Finde deinen EMS-Anbieter!

Ist EMS-Training bei Rheuma möglich?

Gesundheit & Fitness

Lesedauer: ca. 3 Minuten


Jeder vierte Deutsche leidet an „Krankheiten des rheumatischen Formenkreises“, wie die im Volksmund „Rheuma” genannte Krankheit medizinisch heißt. Die rund 20 Millionen Betroffenen müssen mit erheblichen Bewegungseinschränkungen leben und häufig auf alltägliche Dinge verzichten. Bewegung und Sport sollten jedoch nicht komplett aus dem Leben gestrichen werden. Ob unter bestimmten Umständen ein EMS-Training bei Rheuma möglich ist, erfährst du hier.


Was ist Rheuma?


Rheuma ist eine entzündliche Erkrankung des Bewegungsapparats, bei der Betroffene Schmerzen und Funktionseinschränkungen am Bewegungssystem haben, d. h. an Gelenken, an der Wirbelsäule, an Knochen, Muskeln, Sehnen oder im Bindegewebe. Bei Rheuma gibt es kein klar definiertes Krankheitsbild. So sind mehr als 100 verschiedene rheumatische Krankheiten bekannt und es können die unterschiedlichsten Symptome auftreten. Die häufigste Rheuma-Krankheitsform ist die rheumatoide Arthritis, an der in Deutschland rund 800.000 Menschen leiden. Bei dieser nicht heilbaren Krankheit entzündet sich die Innenhaut von Gelenken, Sehnenscheiden und Schleimbeuteln. Von Rheuma sind nicht nur alte Menschen betroffen, sondern auch junge Leute und Kinder.


Ist EMS-Training bei Rheuma möglich?

Menschen, die an Rheuma leiden, müssen meist mit einer deutlichen Beeinträchtigung des Bewegungs- und Stützapparats leben, was erhebliche Einschränkungen im Alltag sowie eine verminderte Lebensqualität bedeutet. In der Therapie wird deshalb häufig darauf hingearbeitet, die Funktionalität und Souveränität im Alltag zu erhalten beziehungsweise zurückzubekommen sowie die Schmerzen zu lindern. Gerade im frühen Stadium der Krankheit wird deshalb oft auch in der physikalischen Therapie lokale Elektrostimulation im schmerzfreien Bereich angewandt. Auch eine Ganzkörperbehandlung mit EMS sollte gut machbar sein.


Rheuma und EMS-Training: Was du beachten musst!


Bevor du mit Rheuma ein EMS-Training durchführst, musst du auf jeden Fall deinen Arzt zu Rate ziehen! Wenn von seiner Seite aus keine Einwände bestehen, ist ein EMS-Training möglich, es sollten dennoch einige Dinge beachtet werden: Da Rheuma eine entzündliche Erkrankung ist, bei der es zu Einschränkungen des Immunsystems kommt, ist es wichtig, dass die Intensität an den Immunstatus und die Schmerzempfindlichkeit des Patienten angepasst wird.


Niedrige Impulse und Regelmäßigkeit

Das Training sollte regelmäßig durchgeführt werden, denn so können die Kondition und der allgemeine Gesundheitszustand verbessert werden. Laut bisherigen Studien führte EMS-Training bei Herz- und Beschwerdepatienten zu deutlichen Erhöhungen der maximalen Sauerstoffaufnahme, der Muskelkraft sowie zu einer Verbesserung der seelischen Verfassung – ohne dabei die Gelenke zu belasten. So sollte ein EMS-Training auch bei Rheuma gute Resultate erzielen. Studien haben bewiesen, dass dynamische Kraft- und Konditionsübungen bei Rheuma zu besseren Ergebnissen führten als eine reine Bewegungstherapie. Wichtig sind jedoch niedrige Impulsbelastungen und auch eine längere Anstiegszeit ist gerade für die Verträglichkeit der Impulse unabkömmlich.


Minimale Gelenkbewegungen

Extreme Bewegungen der Gelenke sollten beim EMS-Training mit Rheuma-Betroffenen auf jeden Fall vermieden werden. Dazu gehören insbesondere intensive Rotationen beispielsweise der Handgelenke. Darauf muss besonders bei der Intensitätseinstellung der Armelektroden geachtet werden. Zu passiven Bewegungen sollte es nicht kommen. Deshalb dürfen die Intensitäten nur so hoch sein, dass der Patient noch willentlich kontrollierte Bewegungen ohne große Schwierigkeiten durchführen kann.


EMS-Training bei Rheuma

Fazit: EMS-Training bei Rheuma machbar


Grundsätzlich kann bei Rheuma ein EMS-Training durchgeführt werden und ist in vielen Fällen auch Erfolg versprechend. Die Intensität muss aber je nach Art und Schwere der Erkrankung, nach Einschränkungen und Medikamenten an den Krankheitsverlauf angepasst werden. Ein EMS-Training bei Rheuma kann in manchen Fällen unter Umständen auch verboten werden. Auf jeden Fall muss mit einem Arzt gesprochen werden, denn nur er kann entscheiden, ob ein EMS-Training im Rahmen einer solchen Erkrankung möglich ist!


Finde deinen passenden EMS-Anbieter in der Nähe




©2020 Redaktion EMS-TRAINING.DE

Quelle: miha bodytec

Foto: © Chris Nemes / fotolia.com<

Bewerte diesen Magazinartikel:

Das könnte dich auch interessieren

Ganzkörpertraining ist ein effektiver Weg den Körper zu stärken und die Gesundheit zu verbessern. EMS bietet eine zeitsparende Variante dieses Trainings.

weiterlesen

Wie du Verspannungen mit einem EMS-Gerät lockern und vorbeugen kannst, und wann du darauf verzichten solltest, liest du in diesem Artikel.

weiterlesen

Ist EMS-Training bei Arthrose ein Problem? Diese Frage betrifft fast 5 Millionen Menschen in Deutschland. Wir haben die Antwort.

weiterlesen

Straffe und definierte Arme – davon träumen Männer UND Frauen. Mit gezieltem EMS-Training kann schnell und effektiv trainiert werden. Infos dazu findest du hier.

weiterlesen

Das Bindegewebe ist wichtig zur Formgebung und Formerhaltung. Mit EMS-Training kann man es stärken und straffen - und z.B. Cellulite bekämpfen!

weiterlesen

Mit EMS-Training kann zur Prävention aber auch nach einem Kreuzbandriss erfolgreich trainiert werden und die Rehabilitation positiv beeinflussen.

weiterlesen