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Wir finden Anbieter für dein EMS-Training!

Erfolgreiches Modell - Integration von EMS-Training ins Fitnessstudio

Beruf & Ausbildung

EMS-Training ist längst kein Nischenangebot mehr, sondern fester Bestandteil der Fitness- und Gesundheitsbranche. Was ist EMS, was ist das Besondere an EMS und welche Möglichkeiten bieten sich für Studiobetreiber, die mit EMS ein erfolgreiches Business-Modell in ihren Studioalltag integrieren möchten? Mit diesen Fragen beschäftigt sich body LIFE-Autor Stephan Müller.

EMS steht für „Elektromuskelstimulation“. Bei dieser Trainingsmethode werden elektrische Impulse eingesetzt, um die quergestreiften Skelettmuskeln der Trainierenden kontrolliert zur Kontraktion zu bringen. Während beim konventionellen Training die Muskeln über elektrische Signale vom zentralen Nervensystem (ZNS) gesteuert werden, um eine Kontraktion und somit eine Bewegung auszulösen, erhält die Muskulatur beim EMS-Training elektrische Impulse von außen. Das EMS-Training wird bereits seit den 1970er Jahren in der Physiotherapie erfolgreich angewendet.

Ob das EMS-Training für Kunden oder Patienten geeignet ist, wird durch eine professionelle Anamnese und das Abfragen der Kontraindikationen und der Ziele des Kunden festgestellt, die jede seriöse Fitness- und Gesundheitsanlage vor dem ersten Training gewissenhaft durchführen sollte.

Was gilt es zu beachten?

Auf herkömmliche Art wird EMS-Training vor allem lokal begrenzt im Bereich einzelner Muskeln angewendet. Hier leidet die Koordinationsfähigkeit der Muskulatur. Das EMS-Training als Ganzkörpertraining verbindet die Vorteile aus konventionellem Training und einer neuen Form des EMS-Trainings. Durch gleichzeitiges Aktivieren von Agonisten und Antagonisten sowie der für die Stimulation schwer zu erreichenden Stabilisationsmuskulatur findet ein echtes Ganzkörpertraining statt. Die Muskeln können dadurch intensiver und länger trainiert werden. Des Weiteren vermeidet ein gleichzeitiges Training aller großen Muskelgruppen einseitige Belastungen und Dysbalancen.

Beim EMS-Training müssen besonders die trainingswissenschaftlichen Grundlagen (wie Homöostase, Adaptionen, Regenerationsmaßnahmen, Reiztheorie, Anpassungsreserve, Trainingsprinzipien und Belastungsnormative) beachtet werden. Es ist daher sinnvoll, dass die Trainer, die für die EMS-Trainingseinheiten verantwortlich sind, an einem anerkannten EMS-Ausbildungskurs teilnehmen. Oft passiert es, dass Kunden aufgrund von fehlenden neuen Trainingsreizen keine Trainingserfolge erzielen und schließlich die Motivation am EMS-Training verlieren, was wiederum zu einer erhöhten Kündigungsquote führt. Um Kunden langfristig an das EMS-Training zu binden, empfiehlt es sich, dass Clubbetreiber ihre Trainer durch eine qualifizierte Schulung optimal weiterbilden lassen.

Möglichkeiten des EMS-Trainings

EMS-Training setzt sich mittlerweile in zahlreichen Anwendungsbereichen durch. Die Effektivität für verschiedenste Zielgruppen macht diese Trainingsmethode vor allem für den Fitnessbereich sehr interessant. Aufgrund der wissenschaftlich nachgewiesenen Wirksamkeit wird sie zunehmend auch von Ärzten, Kliniken, Physiotherapeuten, Reha- und Praxiseinrichtungen mit großem Erfolg genutzt. Für Personal Fitness Trainer ist EMS-Training durch die konkrete Umsetzungsmöglichkeit für differenzierte Zielmärkte in Geschäftsmodellen wie Profitcenter-Lösungen, „Stand-alone-Konzepten“, als Franchiseanbieter oder im mobilen Personal Training sehr interessant. Durch die Weiterentwicklung der Technik wird die Handhabung der EMS-Geräte selbst für anspruchsvolle Privatkunden umsetzbar. Gerade Personal Trainer, die oftmals flexibel sein müssen, können das EMS-Gerät in einem Koffer überallhin mitnehmen.

Aber nicht nur für Hobbysportler bietet es sich an, die EMS-Methode einzusetzen. Auch immer mehr Hochleistungssportler nutzen das EMS-Training zur Ergänzung ihres sportartspezifischen Trainings und zur Steigerung der Kraft und Schnelligkeit. Selbst beim Militär, bei der Polizei und Feuerwehr wird diese Trainingsmethode mittlerweile angewandt, da alltägliche Abläufe mit gleichzeitigem Krafttraining kombiniert werden können.
Aus betriebswirtschaftlicher Sicht sind die überschaubare Investitionssumme und die schnelle Refinanzierbarkeit ein großer Vorteil.

Was sollte bei der Umsetzung beachtet werden?

Um EMS-Training erfolgreich anbieten zu können, sind folgende Faktoren wichtig:

  • Kommunizieren Sie die kurzen Trainingseinheiten (ca. 20–30 Minuten).

  • Führen Sie nach der ersten Einführungsphase vor allem dynamische und koordinative Übungen durch.

  • Integrieren Sie in Ihr Training die Möglichkeit der Kraft, der Stoffwechselaktivierung und der Entspannung.

  • Kommunizieren Sie Ihrem Kunden die qualifizierten Ausbildungen Ihrer Mitarbeiter im EMS-Bereich. Die Kompetenz Ihrer Mitarbeiter wird von Ihren Kunden wahrgenommen.

  • Stellen Sie für den Bereich einen Verantwortlichen ab (Leiter EMS), der sowohl die Verantwortung für das Material als auch für die Qualität der Mitarbeiter hat.

  • Diejenigen Trainer, die EMS als Fachpersonal anbieten, müssen auch selbst damit trainieren.

  • Überlegen Sie sich im Vorfeld, welche Preisstruktur Sie für das EMS-Training festlegen.

  • In Fitnessanlagen sollten Sie das EMS-Training als Ergänzung zum konventionellen Training sehen. Die besten Trainingserfolge werden durch eine Kombination aus „normalem“ Krafttraining und EMS-Training erreicht (siehe auch zahlreiche anerkannte Studien im Betreuungshandbuch EMS u.a. von der Sportschule Köln).

  • Positionieren Sie das EMS-Training im Studio so, dass es die Mitglieder wahrnehmen. Oft wird das Training in separaten, „versteckten“ Räumen angeboten. Dies kann dazu führen, dass zahlreiche Mitglieder das Training nicht wahrnehmen.

Stephan Müller

Stephan Müller ist Sportlehrer und Sportmanager sowie Ernährungsberater und Personal Fitness Trainer zahlreicher Olympiasieger, Weltmeister und Top-Sportler (u.a. für den österreichischen Skiverband). Als Inhaber des GluckerKollegs zählt er zu einem der erfahrensten Ausbilder für Ernährung und Training in Deutschland. Der mehrfache Buchautor ist Mitglied im Vorstand des Bundesverbandes Personal Training e.V. und einer der ersten TÜV-zertifizierten Personal Fitness Trainer weltweit.

www.gluckerkolleg.de

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Probetraining

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