Ehrenkodex - EMS-Training

EMS-Training Ehrenkodex

Das EMS Beratungs- und Trainingshandbuch vom GluckerKolleg ist das weltweit erste Standardwerk für den ‪‎EMS‬-Markt. Das Buch liefert zum einen alles Wissenswerte rund um das Thema EMS-Training, aber auch Handlungsempfehlungen und Richtlinien, die es beim Training mit EMS unbedingt zu beachen gilt. Fast jede Art von sportlicher Aktivität bringt Risiken mit sich. Gefährlich wird es nur, wenn man sich an bestimmte Trainingsprinzipien nicht hält, nur ein Halbwissen von dem hat, was man tut oder unkonzentriert ist.

Im sogenannten "Ehrenkodex" des EMS Beratungs- und Trainingshandbuchs sind Handlungsanweisungen für ein Training mit EMS festgehalten, um eine sichere Anwendung zu gewährleisten:


Ehrenkodex

Ganzkörper EMS-Training ist eine hocheffektive und zeiteffiziente Trainingsmethode zur Steigerung von Muskelkraft und -masse und zur Reduktion des Körperfettgehaltes. Der Vorteil des Ganzkörper-EMS-Trainings ist, neben der großflächigen Anwendung am ganzen Körper, die Möglichkeit, eine (sehr)hohe Reizintensität zu generieren, welche die willkürlich zu realisierende Intensität deutlich übersteigen kann.

Aus dieser Kombination ergeben sich im Trainingsprozess insbesondere von Erstanwendern, unabhängig von deren sportlichem Hintergrund und körperlichem Status, einige Besonderheiten, die zu beachten sind. Um Trainern und Trainierenden einen optimalen Einstieg in das Training zu erleichtern und eine sichere Anwendung zu ermöglichen, verpflichten wir uns zur Einhaltung nachfolgender Handlungsanweisungen. Wir werden alle Mitarbeiter, Kunden, Trainer, Franchisenehmer, Lizenznehmer etc. darüber informieren und auch diese zur Einhaltung dieser Richtlinien anhalten.

Generell gilt:

1.) Ein Ganzkörper-EMS Training muss immer mit Begleitung durch einen entsprechend ausgebildeten Trainer durchgeführt werden!

2.) Wir raten von einem privaten Einsatz von Ganzkörper EMS-Geräten ohne Trainer ab!

3.) Bei jedem Neueinsteiger muss vor dem ersten Training eine Anamnese mit schriftlicher Abfrage der Kontraindikationen stattfinden. Diese wird schriftlich dokumentiert, durch die Unterschrift des Kunden und des Abfragenden bestätigt und archiviert. Bei relevanten Auffälligkeiten darf das Training erst nach ärztlicher Freigabe durchgeführt werden.

Vorbereitung auf das Training

1.) Wie bei jedem intensiven Körpertraining ist darauf zu achten, das Ganzkörper EMS-Training nur in angemessener körperlicher Verfassung durchzuführen. Diese beinhaltet einen Verzicht auf Alkohol, Drogen oder erschöpfende Vorbelastung im Vorfeld. Besonders bei fiebrigen Erkrankungen sollte von einem intensiven Training komplett abgesehen werden.

2.) EMS-Training zeigt über den sehr hohen Umfang an beanspruchter Muskelmasse akut eine sehr hohe metabolische Belastung des Organismus. Vor einem intensiven EMS-Training ist daher auf eine ausreichende Auffüllung der Kohlenhydratspeicher zu achten. Falls dies nicht realisiert werden konnte, sollte zumindest ein kohlenhydratreicher, aber nicht belastender Snack (≈250 kcal) idealerweise ca. 2 Stunden vor dem Training eingenommen werden.

3.) Unbedingt ist auf eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr (je 500 ml) vor/während und nach dem Training zu achten.

Durchführen des Trainings

1.) Unabhängig vom körperlichen Status und der entsprechenden Nachfrage des Anwenders darf kein ausbelastendes Training während der ersten Trainingssession bzw. einem Probetraining stattfinden. Daneben sollte das Ersttraining mit reduzierter effektiver Trainingszeit stattfinden. Wir empfehlen eine Impulsgewöhnung über 3 – 5 min (Programm 1) sowie ein verkürztes Training (Programm 6) mit moderater Reizintensität über 12 min. Die Trainingszeit sollte im Anschluss über 8 – 10 Wochen gesteigert werden und schließlich maximal 20 Minuten effektive Trainingsdauer betragen.

2.) Die Trainingshäufigkeit darf bezogen auf die ersten 8-10 Wochen eine Trainingseinheit pro Woche nicht übersteigen.

3.) Die Reizhöhe/Stromstärke sollte ebenfalls sukzessive gesteigert werden und frühestens nach 8-10 Wochen die höchste Ausprägung finden. Ein komplett ausbelastendes Training insbesondere im Sinne eines schmerzhaften, stetigen Tetanus während der Stromphase muss generell vermieden werden.

4.) Auch nach dieser Konditionierungsphase muss ein Abstand von ≥4 Tagen zwischen den Trainingseinheiten eingehalten werden, um einer Akkumulation von Muskelzerfallprodukten vorzubeugen, Regeneration und Anpassung zu sichern und somit den Trainingserfolg zu gewährleisten.

Sicherheitsaspekte während und nach dem Training

1.) Der Trainer hat sich während der Trainingssession ausschließlich um die Belange des/der Anwender zu kümmern. Vor, während und nach dem Training überprüft der Trainer verbal und per Augenschein den Zustand des Trainierenden um Risiken auszuschließen.

2.) Während des Trainings sind die Bedienelemente des Gerätes für den Trainer und auch für den Trainierenden jederzeit direkt erreichbar (max. 2-3 Armlangen Entfernung). Die Bedienung/Regelung muss einfach, schnell und präzise erfolgen können.


Safety first - hier geht's zu weiteren Richtlinien bei der Verwendung von Elektromuskelstimulation.


Quelle: EMS Beratungs- und Trainingshandbuch, GluckerKolleg

Foto: © Kzenon / Fotolia.com

02.06.2016

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